24h NÜRBURGRING,  21.-24. Mai 2009
   








   






 

Joint Venture von Götz Motorsport und Team „Kiwi to Nürburgring"
KTN/ Götz Motorsport Audi RS4 beendet den Marathonklassiker als 2. in der Klasse SP8

Das Kiwi Team Nürburgring nimmt seit 2006 den weiten Weg von “Down Under” auf sich, um am schwierigsten und bekanntesten 24h Rennen der Welt auf der Nürburgring-Nordschleife teilzunehmen.

Für 2009 hat das Team aus Neuseeland kräftig aufgerüstet: Zusätzlich zu den 2 Honda Civics, welche per Container aus Neuseeland angereist kommen, hat das Team über den Winter über Vermittlung von Stefan Eichhorner eine Kooperation mit Götz Motorsport aus Beilstein vereinbart, um als Speerspitze für das Projekt „Kiwis to Nürburgring“ den infernalisch klingenden Audi RS4 mit V8 Motor in der Klasse SP8 einzusetzen. Dieses Fahrzeug wurde von Stefan Eichhorner in der Saison 2008 bei den AvD 100 Meilen Rennen pilotiert und im Vorfeld des 24h Rennens  einen umfangreichen Test am Hockenheimring unterzogen.

Beim 24h Eifel-Klassiker saßen dann routinierte Fahrern aus Neuseeland am Lenkrad:
Andy Booth ist zweifacher Champion in der NZ V8-Meisterschaft, einer Rennserie vergleichbar mit der DTM in Deutschland, Tim Martin ist erfolgreicher Porsche-Cup Pilot in Neuseeland und Chefinstruktor der Audi driving experience in Neuseeland und Start Owens und Lewis Scott können neben ihren Klassensiegen bei den vergangenen 24h Rennen am Nürburgring auch reichliche Renn- und Rallyeerfahrung mit mehreren Gesamtsiegen aufweisen.

Unter ernormen Zuschauerinteresse, insgesamt waren mehr als 235 000 Zuseher am Ring, wurde der KTN/ Götz Motorsport Audi RS4 am Samstag nachmittag in die Startaufstellung des 24h Rennens geschoben. Ideales Wetter, jede Menge Fans und eine Live-Musikband mitten auf der Start-Ziel Gerade sorgten für beeindruckende Impressionen und waren die ideale Einstimmung auf den bevorstehenden 24h-Marathon.

Tim Martin, der Startfahrer auf dem RS4, hatte einen problemlosen ersten Stint und übergab nach knapp 2 Stunden an Andy Booth. Andy gewann bereits zweimal die Neuseeländische V8-Meisterschaft und ist in seiner Heimat enorm populär. Sowohl Andy als auch Stu Owers und Lewis Scott fuhren die nächsten Stunden völlig problemlos ihre Runden und im Klassement immer weiter nach vorne.

Am Sonntag vormittag war der RS4 bereits Zweiter in der Klasse SP8, doch gegen 8:30h rollte er plötzlich mit rauchendem Motor an die Box. Ein Pleuel hatte sich seinen Weg ins Freie gesucht und sorgte für einen massiven Motorschaden.

Nach kurzer Beratung stand die Entscheidung für die Mechanikercrew von Götz-Motorsport fest: Schneller Motorwechsel während des Rennens.

Während der nächsten 2 Stunden bildete sich eine große Menschentraube an der Rückseite der Box 27, jede Menge Fans wollten den Mechanikern beim Motortausch über die Schultern sehen. Als nach 2 Stunden und 20 Minuten der neue V8-Motor mit dumpfen Röhren zum Leben erwachte, gab es frenetischen Applaus für die Techniker von Götz Motorsport.

In der Zwischenzeit war der RS4 im Klassement auf den 87. Gesamtplatz und auf P3 in der Klasse SP8 abgerutscht.

Der zweit platzierte Lexus IF war allerdings nur knapp eine Runde vorne und die Devise lautete nun: volle Attacke, der zweite Klassenplatz muss wieder her.

Mit Rundenzeiten die teilweise deutlich schneller als vor dem Motorwechsel waren, verringerten die Fahrer aus Neuseeland den Rückstand auf den Lexus kontinuierlich. Beim letzten Boxenstopp eine Stunde vor Rennende betrug der Rückstand nur mehr 40 Sekunden, alle warteten gespannt auf den großen Show-down.

5 Runden vor Rennende mußte der Lexus dann dem hohen Tempo Tribut zollen und mit technischen Problemen einen zusätzlichen Boxenstopp einlegen.

Kurz nach 16 Uhr am Sonntag nachmittags rollte der KTN/ Götz-Motorsport Audi RS4 dann als 80. in der Gesamtwertung und auf P2 in der Klasse SP8 über die Ziellinie, das Joint-Venture Projekt vom Team KTN/Kiwi to Nürburgring und Götz Motorsport ging erfolgreich zu Ende.

Nach derzeitigem Planungsstand wird der Audi RS4 dieses Jahr im Rahmen der VLN (www.vln.de) noch einmal auf der Nordschleife unterwegs sein, mit Stefan Eichhorner als einem der drei Fahrer.

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last update: 21/06/09